Der Sommer ist zu Ende und Liese wieder da

    • 23. September ich kann es drehen und wenden, wie ich will, ab heute ist es offiziell, der Sommer ist zu Ende und somit auch meine Sommerpause. Geplant war es nicht, dass ich so lange nichts von mir hören lasse. Angefangen hat es mit den brütend heißen Tagen, an denen einem schon der Schweiß ausbrach, wenn man nur die Position wechselte, um mit dem Schatten zu wandern. Ich lag in meiner Hängematte und ließ mich treiben vom absoluten Nichtstun, habe weder gelesen noch geschrieben, ich genoss es, wenn ein laues Lüftchen etwas Kühlung brachte, plätscherte mit meinen Füßen in einer Wanne mit kaltem Wasser döste und hörte auf die Geräusche der Hitze, gedämpftes Eiswürfelklirren, sirrende Fliegen, surrende Wespen, brummende Bienen, zischende Rasensprenger und das Dröhnen von Wasserpumpen. Und dann stand sie plötzlich vor mir, meine Schreibmuse, hatte ihr Köfferchen gepackt und winkte mir zu, beim Gehen, hielt sie noch einmal kurz inne und warf mir einen Blick über ihre Schulter zu, so als wolle sie sagen, noch bin ich da, du weißt, was du tun musst, da mit ich bleibe. Klar hätte ich gewusst, wie ich sie aufhalten kann, aber ich wollte sie ziehen lassen, bewusst nicht Schreiben, weder hier im Blog noch in meinem Lieblingsnotizbuch. Auch ich packte Koffer und fuhr mit meiner Familie für vier Wochen nach Griechenland und dort begann ich zu lesen, sechs Bücher zwei davon haben noch lange nachgewirkt ( Der Junge muss an die frische Luft von Hape Kerkeling und Makarionissi von Vea Kaiser). Wieder zu Hause angekommen zog mich noch immer nichts zum Schreiben, meine Muse verweilte wahrscheinlich auch auf einer Insel weit, weit weg und ich hatte Zeit für eine andere Muse, eine Muse die mich einlud nicht nur im Kopf kreativ zu sein, sondern auch etwas mit meinen Händen zu schaffen, ich rückte Möbel, strich Zimmer, buddelte aus und pflanzte ein und dazwischen las ich immer wieder. Letzte Woche meinte ich einen Schatten an unserem Fenster vorbeihuschen zu sehen, mit einem Köfferchen in der Hand. Zwei Tage später, nach dem mich mein treuester Fan (mein Papa), gefragt hatte, ob ich denn meinen Blog aufgegeben hätte, saß meine Schreibmuse auf einmal neben mir, ich hatte es mir gerade auf dem Sofa gemütlich gemacht, sie biss nervös auf ihrem Kuli herum und tippte fordernd auf die unbeschriebenen Blätter eines Ringbuches, nur eine Zeile konnte ich entziffern: „Liese Müller ist wieder da.“ Ich beginne also wieder zu schreiben, aber bevor ich mit den neuen Geschichten anfange, stelle ich noch ein paar aufgewärmte, aus meinem alten Blog, hier ein. Ich hänge einfach an diesen Texten und will sie nicht verlieren. Außerdem hat vielleicht der ein oder andere, neue Leser, Spaß daran.

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2 Gedanken zu “Der Sommer ist zu Ende und Liese wieder da

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