So jetzt bin ich dann mal hier

Zum kennenlernen,  poste ich die Anfänge der Liese Müller als Bloggerin. Viel Spaß beim Lesen.

Liese Müller schreibt  n Blog
Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, um mich selbst zum täglichen Schreiben zu motivieren. Denn wie ich gerade gelesen habe, gibt es nichts Traurigeres als einen verwaisten Blog.
Gut, ich könnte mir schon noch traurigere Dinge vorstellen, wenn meine Knie immer mehr dem Wattenstrand der Ostsee ähneln, oder wenn unser Hund das letzte Glas meines Lieblingsweines umgewedelt hat,einfach so im Vorbeigehen. Aber da sind die Wahrnehmungen ja schon sehr unterschiedlich. Meine jüngste Tochter findet es extrem traurig, wenn sie eines der Wackelkopftierchen (keine Ahnung wie diese Viecher in echt heißen) mit seinen überdimensionalen Wackelkopftierchenaugen, aus der Plastikspielzeugauschinaabertotalungiftig-Kiste anschaut und sie es zurücklassen muss.
Wer will schon, wenn er sich gerade etwas Neues zugelegt hat (in meinem Fall der Blog), es direkt Verwaisen lassen? So herzlos ist doch keiner. Außerdem predige ich den Leuten, die an meinen Kursen teilnehmen, jedes Mal: „Das A und O beim Schreiben ist die Regelmäßigkeit. Schreibt jeden Tag, auch wenn es nur zehn Minuten sind, es sollte zu eurem Alltag gehören wie das tägliche Zähneputzen!“ Da muss ich doch mit gutem Beispiel voran gehen.
Ja ich schreibe und…NEIN!!…ich habe noch kein Buch geschrieben. Das ist nämlich meist die erste Frage, die mir gestellt wird, wenn ich erzähle das ich gerne Schreibe, nicht:“ Ach ja, interessant, was schreibst du denn so?“ Nein.
“ Hast du denn schon ein Buch geschrieben?“ (KOTZ!!)
Ich frage doch auch nicht meinen Nachbarn der malt:“Und hast du dir schon ein Ohr abgeschnitten?“ Ach, ist doch wahr!
Manchmal wünschte ich mir,ich könnte malen,ein Instrument spielen, oder singen, da hat man was in der Hand. Bilder hängst du an die Wand und jeder sieht was du kannst, beim Singen und Musizieren stellst du dich in die Fußgängerzone und trällerst oder flötest los, Feedback folgt prompt. Wer würde schon stehen bleiben, wenn ich mich an die Ecke von Kaufdoof stelle und einfach mal was von mir vorlese. Die halten mich doch alle für so ne übergeschnappte Bekloppte, die den bevorstehenden Weltuntergang verkünden will. Die einzige Möglichkeit meine Leidenschaft für das Schreiben zu präsentieren sind, Familienfeste, oder meine Kurse (ist auch nicht immer einfach, denn ich habe ja noch kein Buch geschrieben!)
Vor zwei Jahren habe ich meinem Mann („…meine Frau ist ja sooo kreativ…“) etwas von mir vorgelesen, nach zehn Minuten fragte er: „Geht die Geschichte noch lang? Formel 1 fängt gleich an.“ Dieser Ignorant! Das war übrigens das letzte Mal, dass ich ihm etwas vorgelesen habe.
Die besten Ideen kommen mir beim Putzen, Saugen, Wäsche sortieren, oder Essensreste, die selbst der Geschirrspüler nicht packt, abpiddeln, in den Sinn. Interessant ist, dass mir beim Abkratzen diverser Gemüsereste (angetrockneter Lauch ist da besonders hartnäckig), ganz oft Stoff für brutale Psychothriller einfällt, während ich beim Zusammenfummeln der fünfzig Paar schwarzer Socken Mannes, eher ins Philosophieren über den Sinn des Lebens komme und ob sich die fehlenden Gegenstücke, in den Löchern der noch verbliebenen Strümpfe in Antimaterie verwandelt haben.

So, das war also Tag eins in meinem Leben mit Blog. Ging ganz gut das Schreiben über das Schreiben, hätte noch`n bisschen weiter machen können, will aber die Geduld der Leser, die sich hierher verirrt haben nicht überstrapazieren. Schauen wir mal, wie es weitergeht.

Mütter nein Danke

Ich darf das sagen, ich bin nämlich selbst Mutter von drei Kindern. Es gibt Momente in denen ich mich frage, warum ich dieses hormonelle Kapitel in meinem Leben nicht einfach habe ignorieren können. Beine zusammen und warten bis alles vorüber ist. O.k. gerechtigkeitshalber muss ich sagen, dass die Kinder ja nicht unbedingt das Problem sind, besonders die Eigenen möchte man nicht mehr missen, wenn sie erst mal da sind. Das Problem sind die Mütter!  Warum hat man mich eigentlich nicht, bevor ich den Entschluss fasste schwanger zu werden, vor den wirklich schlimmen Dingen gewarnt, die einen nach der Niederkunft erwarten? Schwangerschaftsstreifen, Dammriss,  ausgeleierte Beckenbodenmuskulatur, Wochenbettdepression, entzündete Brustwarzen, jahrelanger Schlafmangel, ständig vollgekotzt sein   (…  „du entschuldige, du hast da was in deinen Haaren“…) und –  genau – Haarausfall! Alles n Fliegenschiss gegen die ganzen Mamas mit denen du dann dein zukünftiges Leben verbringen musst. Noch nie wurde mir, wie in den ersten Lebensmonaten meines Sohnes, so bewusst dass das Wort Mamma, Brust bedeutet. Ich hab nix anderes mehr gesehen. Ständig wurde irgendwo so ein Teil ausgepackt, im Bus, im Café, an der Käsetheke, ich hatte Nachts schon Alpträume von riesigen, Brüsten die aus irgendwelchen vollgespuckten nach vergorener Milch stinkenden Dekolletés waberten und mich unter sich begruben. Ich habe auch gestillt und deshalb weiß ich- das geht auch anders!
Als Mutter bist du zwangsläufig und ständig von anderen Müttern umgeben. Das fängt in der Krabbelgruppe an und hört erst mit dem Schulabschluss deiner Kinder auf, also zieht sich das sechzehn bis neunzehn Jahre hin (bei einem Kind!!).  Da sitzt du dann und musst dir anhören das Sofia Laureen ja eigentlich ein so ausgeglichenes süßes Baby ist, weiß der Teufel warum sie immer nur an den Treffen der „Butzelbärchen“- Gruppe brüllt als hätte man sie in einen Ameisenhaufen gesetzt. Oder: „Der Lars Diego hat übrigens schon seinen ersten Zahn, mit drei Monaten! Und deiner hat immer noch nix? Der ist doch jetzt schon zehn Monate alt.““                                                                                                                                                                         Ständig bekommst du irgendwelche Flyer in die Hand gedrückt von diversen Frühförderung Kursen. Jeremias Immanuel Wolfgang hat jetzt endlich einen Platz für den bilingualen deutsch-chinesisch Kindergarten, passend zu seinem neunten Geburtstag (neun Wochen!), ab da werden dort nämlich die Kinder aufgenommen. Da musste sein Vater schon ganz schön seinen Einfluss spielen lassen. Apropos Einfluss, was ihr Ausfluss eigentlich macht, von dem sie ja noch die letzte Woche so lebendig und bildhaft erzählt hat, fragte ich die Mutter von J. I. W., aber dafür interessierte sich jetzt keiner mehr. Ob da denn Mandarin gesprochen wird war jetzt die Frage aller Fragen. Ich warf dann ein, dass mein Sohn auch in eine bilinguale Einrichtung gehen wird. Ach was, wo das denn?“
„Na ins Maria und Josefs Haus gleich bei uns um die Ecke.“                                                                                                   „Wie die machen bilingual?“
„Ja deutsch-türkisch.“ Sorry aber bei sowas kann ich meine Klappe einfach nicht halten.Mein Mann fand es übrigens lustig, als ich ihm davon erzählte. Wie gesagt die Krabbelgruppe ist erst der Anfang, das zieht sich dann noch über die Grundschule bis zur weiterführenden Schule. Ich könnte da noch tagelang weiter schreiben. Muss jetzt aber meine Jüngste abholen… aus irgendnem Gebüsch, in das sie sich ne Höhle gebaut hat, oder von demgrüßen Ahorn am Waldrand, auf dem sie und ihre Freundin Baumelfen gespielt haben. Nein nicht wegen dem „spirituelles Malen für Grundschüler“-Kurs, die Sonne geht bald unter.

Jetzt hat sichs ausrabimmelt!

Jetzt sind doch schon wieder einige Tage seit meinem letzten Beitrag vergangen, das liegt daran, dass im November ständig neue Termine ins Haus flattern, Adventskranz binden, Plätzchen backen, Laternen basteln, Sankt Martins Umzug…
Dieses Jahr habe ich an dem traurigsten Martinsumzug in meiner gesamten Martinsumzugslaufbahn teilgenommen und das waren schon einige, meine Eigenen in denen ich Kind war nicht mal mitgerechnet. In meiner Kindheit wurde die Prozession von einem edlem Ross und stattlichem Reiter angeführt. Selbst bei meinem Sohn gab es ein Pferd, wenn auch nur eine alte Mähre vom Gnadenhof und einem fettleibigen nicht mehr ganz so stattlichen Reiter, dafür aber echt, aus Fleisch und Blut, ja gut er war angetrunken (sturzbesoffen) und konnte sich nur mit Mühe und Not auf dem Sattel halten, aber das interessierte doch keinen der kleinen munter vor sich her singenden Laternenträger. Für sie war Feuerwehrhauptmann Schneider der Sankt Martin und je größer der Mantel desto mehr für den armen Bettler. Bei meiner großen Tochter war das Pferd dann schon ein Pony, das an der Trense von einer St. Martina geführt wurde. Aber egal, es war dunkel, die bunten Lampions leuchteten um die Wette, feine Stimmchen trällerten Lieder, die schon unsere Großeltern zum Besten gaben und zum Schluss gab es Punsch und Butzemännchen für alle. Bei meiner Jüngsten gab es weder Pferd noch Pony geschweige denn irgendetwas, das hätte einen Heiligen Martin verkörpern können.  Aber man gab sich wenigstens Mühe und führte den Weg idyllisch unter alten Weiden am Vater Rhein entlang, schön dunkel, so dass die selbstgebastelten Laternen der Kinder voll zur Geltung kamen, zwischendurch wurde immer mal wieder Halt gemacht, um auf die Klängen der örtlichen Bläserkapelle, „Sankt Martin war ein guter Mann“ oder „Ich geh mit meiner Laterne“ einzustimmen. Zum Schluss gab es zwar keine traditionellen Hefemännlein, dafür aber Selbstgebackenes, Punsch und ein wunderschönes großes Martinsfeuer. Dieses Jahr war alles anders. Nach dem die Mütter von „Marie Lou“ und „Rabea“ Bedenken äußerten, dass ihre Kinder ja im Dunkeln über irgendwelche Wurzeln oder Steine stolpern und dann durch das Geländer in den Rhein schlittern könnten, entschied man sich für eine neue Marschroute. Ja, es gab tatsächlich letztes Jahr einen kleinen Zwischenfall. Manuela, die Freundin der beiden Mütter, denen ein Laternenlauf  im Mondschein zu riskant war, strauchelte und zwar über ihre eigenen Füße, der dritte Glühwein mit Schuss, den sie wegen der bitteren Kälte ( 11° C) schon vor dem Umzug zu sich genommen hatte, war irgendwie etwas zu stark geraten. Sie riss ihren Sohn Norman mit sich und begrub ihn und seine Laterne „Nightmare“ mit elektronischem Technoleuchtstab  (bei Kak für 2,19 Yen) unter sich. Also verlegte man den Beginn auf sechzehn Uhr, da ist es noch schön hell und falls es doch mal ein sehr trüber Tag sein, oder man von der Dunkelheit überrascht werden sollte, ging der Zug sicherheitshalber durch die grell beleuchtete Fußgängerzone. Meine Jüngste machte mir die Hölle heiß, wie blöd das denn alles sei und als sie dann noch erfuhr, dass es kein großes Feuer (wegen des Funkenflugs) geben würde, schmiss sie mir ihre Laterne vor die Füße, die dann direkt, da wir noch echte Kerzen benutzen, in Flammen aufging. Sofort hörte man es hysterisch schreien, „es brennt, es brennt“, verstörte Kinder fingen an zu weinen, bis ein geistesgegenwärtiger Vater die Feuersbrunst auspinkelte. Vor Frust soff ich klebrig – süßen Kinderpunsch bis mir schlecht wurde. Auf dem Nachhauseweg bekam ich noch mit, wie sich einige aufgeregte Eltern überlegten, ob man für das nächste Jahr nicht einfach einen Cyber Laternenumzug organisieren solle.In der Stadthalle abgedunkelt vor ner großen Leinwand. Spätesten da, hatte es sich bei mir ausrabimmelt!

In der Kürze liegt die Würze
Wer einen Text schreiben will,sollte darauf achten, dass er die Sinne seiner Leser anspricht,seine Geschichten mit Adjektiven würzt. Aber Vorsicht! Jeder der kocht weiß, Gewürze sind sparsam zu dosieren, zu viel des Guten und das Ergebnis wird ungenießbar und so ist das mit dem Schreiben auch.
Was mich darauf schließen lässt, dass Metzgermeister Fleischmann (der heißt wirklich so) von Reweka auf gar keinen Fall kochen kann. Also ich wurde eher vorsichtig, als mir letzte Woche in großen Lettern folgender Satz entgegensprang: Kaufen Sie jetzt unsere herzhaft – leckere, wohlschmeckende, bekömmlich, würzige, extra dicke Currywurst! Da läuteten aber alle Alarmglocken bei mir, da muss doch was faul sein, im schlimmsten Fall die Wurst. Kurze Zeit später las ich im Dorfkurier, dass in den letzten Tagen ein Großteil der Einwohner mit Magendarmproblemen zu kämpfen hatte. Wer sachts denn? Wäre die Wurst nur lecker gewesen, wäre das nicht passiert. Überall wird mit Adjektiven nur so um sich geworfen, wahrscheinlich gabs die irgendwo im Sonderangebot. Gestern bei Waldi: Nur für kurze Zeit! Unsere fluffig – lockeren, leichten, zartschmelzenden, knusprigen Schokoschaumwaffeln, im formschönen, super günstigen Mehrzweckeimer. Bevor man da fertig gelesen hat, sind die Dinger schon abgelaufen.
Den absoluten Vogel allerdings, hat der Klamottenladen am Marktplatz, abgeschossen. Nichts ahnend schlenderte ich an den Ständern mit der (Achtung!) gerade neu eingetroffenen Mode, in den frischen Farben des Herbstes vorbei. Die frischen Farben des Herbstes, nun mir fällt da ganz spontan, quittengelb, feuerrot, rostbraun, kürbisorange und ja, auch moosgrün ein. Aber niemals nie würde ich auf – camouflagekaki, kackbraun, anthrazit, betongrau und die frischeste aller Herbstfarben, schwarz –  kommen. Jetzt mal ehrlich, sowieso schon gebeutelt von Herbstdepressionen, wirft man sich da doch direkt vor den nächsten Zug.
Und was steht dann in der Zeitung?
… die als lebenslustige, hilfsbereite, fröhliche, stets positiv denkende und über alle Maßen attraktive, bekannte Mitvierzigerin, setzte plötzlich und unerwartet, an einem Herbsttag, der sich in seinen frischesten Farben präsentierte, ihrem Leben ein Ende. Sie lies sich spontan, vor den mit irrer Geschwindigkeit heranrasenden, kreischenden ICE gleiten. Ihre Gliedmaßen fand man, in den neben den Gleisen befindlichen abgeernteten Feldern, zwischen den letzten, verbliebenen Herbstblumen dieses langsam schwindenden Sommers. Den herbeigeeilten Rettungskräften bot sich ein grausiges, bizarres, schockierendes und auch unendlich trauriges Bild. Die Beisetzung fand an einem trostlosen, wolkenverhangenen, für die Jahreszeit recht warmen, böig bis stürmischen Donnerstag statt.
So das wars für heute, muss noch kochen.

Ich will so bleiben wie ich bin
Jedes Jahr aufs Neue, dann wenn Weihnachten vor der Tür steht, sich Dominosteine, Lebkuchen und Spekulatius in den Regalen der Supermärkte breit machen (also ab August), beginnt bei mir das Ritual des täglichen Wiegens. Frustriert stelle ich fest, dass die drei Kilo, die ich mir  letzten Advent angefuttert habe, immer noch auf den Hüften sitzen. Obwohl ich mich im Sommer ja hauptsächlich von Salat und Obstquark ernähre. Gut, ab und zu (jedes Wochenende, Freitag bis Sonntag), habe ich mir einen Früchtebecher mit Sahne, oder einen leckeren Cocktail aus Giovannis Eisdiele gegönnt und in den sechs Wochen Sommerferien, habe ich die meiste Zeit in der Hängematte gelegen(die einzige Bewegung hatte ich, wenn mein Fuß hin und her schlenkerte, um in den Schaukelmodus zu kommen), dann wird mir bewusst, wenn ich nächstes Jahr nicht sechs Kilo mehr haben möchte, muss ich etwas unternehmen! Den gesamten September verbringe ich also damit, noch mehr auf meine Ernährung zu achten, das klappt ganz gut denn Giovanni schließt recht früh und aus dem Eissalon, wird ein Salon für Btrautmoden den praktischerweise seine Frau betreibt. Trotz Staudensellerie bis zum Erbrechen, bewegt sich die Anzeige meiner Waage nur im Grammbereich nach unten. Im Oktober, wedelt mir mein Mann, der mein ständiges Gejammer nicht mehr hören kann, mit meinenm Mitgliedsausweis aus dem Fitnesstudio vor der Nase herum. Mitte des Monats kommen dann noch Bemerkungen wie: „Hast du eigentlich keine Angst vor ner Thrombose?“, oder: „Ich liebe deinen Bauch, da waren unsere Kinder drin, wie im vierten Monat, da warst du auch so schön griffig.“, hinzu.
Das wirkt! Ich krame meine Sportsachen aus dem hintersten Regal meines Schrankes und fahre zur „Mucki Bude“, um das volle Programm zu starten.
Montag: Bauch, Beine, Po
Dienstag: Power Yoga
Mittwoch: Laufband
Donnerstag: Cybercy-Cycling
Freitag: Schmerzen ohne Ende!
Ich kann keine Treppen mehr steigen, ohne das mir meine Beine ihren Dienst verweigern, mein Hintern fühlt sich an, wie der von J.Lo aussieht, und wenn ich huste oder lache habe ich Angst mir zerreißt es die Bauchdecke. Angefeuert von meinen beiden Großen und meinem Mann beiße ich die Zähne zusammen und trainiere weiter. Nach drei Wochen der erste Erfolg auf der Waage, zwei Kilo weniger!
Inzwischen ist es Ende November und der Duft von Vanillekipferln, Kokosmakronen, Butterplätzchen und Bratäpfeln zieht über die Dächer unseres Dorfes. Auf dem Weihnachtsmarkt werden Maronen geröstet und Mandeln gebrannt, Wurst-Otto grillt rotglänzende Würste und meine Familie schlender zwischen den festlich geschmückten Buden hindurch, ich bin noch nicht soweit. Ich stehe in unserem Bad und betrachte mich im Spiegel. Ja, gestreckt auf Zehenspitzen habe ich einen ganz flachen Bauch und meine Taille ist auch wieder da.“Die Qualen haben sich gelohnt“ denke ich, da stürzt meine jüngste Tochter rein,ohne anzuklopfen versteht sich. In ihrem Gesicht sind die Reste eines kandierten Apfels verteilt (mir läuft das Wasser im Mund zusammen und ich muss mich zurückhalten sie nicht abzuschlecken), mit großen Augen bleibt sie vor mir stehen, dann platzt es aus ihr heraus:“ Oha! Dafür dass du so viel Sport machst,siehst du aber ganz schön unmuskelig aus.“ Ihre Finger bohren sich in meinen Bauch, sie schenkt mir ihr schönstes Lächeln als sie sagt: „Aber schön weich und kuschelig ist der.“ Ich lächle zurück, gebe ihr einen Kuss auf die klebrige Wange, schmeiße die Waage aus dem Fenster und ziehe mir meine Jeans an. Sollte sie nach Weihnachten zwicken kauf ich mir ne Neue. Denn ich will so bleiben wie ich bin, verfressen, faul und glücklich!

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6 Gedanken zu “So jetzt bin ich dann mal hier

  1. Hallo Liese,
    Ich bin gerade dabei, meine Mailbox aufzuarbeiten und las in einer Mail von WordPress, dass du mir gerne folgen möchtest.
    Da ich aber jetzt meinen Blog auf privat gestellt hab, müsstest du nocheinmal bei mir vorbei schauen und abonnieren, sonst bekommst du keine Benachrichtigungen.
    Wäre nett, denn auch ich habe mich gerade bei dir umgesehen und auf „folgen“ geklickt 😉

    Gefällt 1 Person

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